Straßenbahn, U-Bahn, S-Bahn, Flugzeug, Bus und Uber nach La Duquesa; 8 sm unter Segeln und eine unter Motor und schon holen wir Andreas in Estepona an Bord:




Ein Gastbeitrag von Maria & Andi:
Nach Jahren ist es wieder so weit: Andreas und Maria fahren zur See! Und diesmal endlich ganz offiziell – als Crewmitglieder der Mêlée. Und damit ist Andreas, nachdem er in Estepona an Bord geht, nicht nur das erste neue Mitglied seit 2023, sondern auch der vierte in der Reihe von Andis an Bord, womit die Michis die Kopf an Kopf Führung vorerst abgeben. Maria kann erst später hinzustoßen.
Wir machen natürlich gleich Bekanntschaft mit spanischen Tapas und dem dafür wichtigsten Begriff para compartir (= zum Teilen). Der Crashkurs zur Segelkunst wurde inzwischen um ein paar lateinische Begriffe erweitert. Man merke sich: Bier wird immer proximal aus dem Kühlschrank entnommen und distal nachgefüllt!
Am nächsten Tag geht es endlich los und nach kurzer Fahrt erreichen wir bereits unseren ersten Halt: Marbella, in deren pittoresken Gässchen sich die vielen britischen Touristen wunderbar beobachten lassen.









Marbella
Wir wechseln vom Boot in den Bus und besuchen Ronda, wo wir die Ponta Nueva bewundern, die den historischen Stadtkern über der El Tajo-Schlucht anbindet.











Rundgang in Ronda
Genug des Landgangs wollen wir nach Benalmádena aufbrechen, aber Marbella will uns nicht gehen lassen und der Versuch bei knapp 30 kn gegen den Wind zu kreuzen wird nach zwei Wenden abgebrochen. Anscheinend kann man auch zu viel Wind haben.



Bonus-Sightseeing in den pittoresken Gässchen
Benalmádena begrüßt uns dann aber 19 Stunden später mit einer kleinen geplanten Lagunenstadt aus Wohninseln direkt im Yachthafen. Vor allem aber haben es uns die zahlreichen, als invasive Plage geltenden Mönchssittiche angetan, die ihre Gemeinschaftsnester in den Palmen um die Marina bauen, sich dafür in den Grünstreifen tummeln, um geeignetes Baumaterial zu finden und zwischendurch in den Regenlacken baden.




Die süßeste Plage seit es invasive Arten gibt.
Am nächsten Tag nutzen wir eine Regenpause und verlassen Benalmádena. Es sollte für drei Tage unser letzter Hafen gewesen sein. Unsere Route führt uns an Málaga vorbei – wo sich leider nur ein Hafen für Luxusyachten befindet – und wir können endlich Segel setzen und das Dröhnen des Motors hinter uns lassen. Die Stille erlaubt uns auch, den Thunfisch zu bemerken, der besonderen Gefallen an einem baumelnden Bändsel am Heck gefunden hat und uns eine Stunde lang begleitet.



Man muss sich immer wieder fragen: Was soll man da tun, Fisch?
