Tales of Mêlée




Tales of Mêlée ist der Reiseblog der Segelyacht Mêlée und ihrer Crew. Hier gehts zu unseren Erlebnissen:
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Rota – eine Nebenmission
Ein Gastbeitrag von Alice & Wolfi:
In einer leicht verdrehten Welt gönnen wir uns etwa einmal im Jahr einen All-Inclusive Club Urlaub à la Magic Life, wer sich daran noch zu erinnern wagt. Der Anbieter, den wir bevorzugen, hat unter anderem Standorte in Kroatien, Mallorca und sogar in der Karibik. Dieses Jahr entschieden wir uns für einen Vorsaison-Trip mit der Destination Andalusien, Cádiz. Und wie nicht anders zu erwarten, hatten wir wieder eine sehr entspannte Woche im Mêlée. 4,5 Sterne, would recommend, Yelp-Review folgt.
Mêlée steht in einer kleinen Marina in einem Industriegebiet, das irgendwann mal für eine Expo mit prunkvollen Bauten aufgehübscht werden sollte, was aus Gründen, die inzwischen leider wieder vergessen wurden, nie passiert ist. Der nun einzige davon zeugende Luxus ist eine verdammt lange Promenade, die zurückzulegen ist, um zur Marina zu kommen – verdammt!





Was sich aber durchaus als Luxus bezeichnen lassen kann sind viele kleine Veränderungen, die Mêlée erhalten hat, seitdem wir sie das letzte Mal 2023 in der Karibik gesehen haben: Es gibt jetzt ein fantastisches Bimini mit Sichtfenster auf das freshe neue Großsegel und die hotteste neue Genua unter der sengenden spanischen Sonne, einen High End-Stangenselleriehalter und sogar eine nigelnagelneue Ankerwinsch.
Beschenkt mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, eine willkommene Abwechslung nach einem harten Berliner Winter – would not recommend – starten wir in eine entspannte Segelwoche. Am kommenden Tag nutzen wir ein gutes nachmittägliches Wind- und Wetterfenster, um eine kurze 5 sm-Strecke unter Segeln nach Nordwesten zurückzulegen. Willkommen in Rota!










Rota de nuevo
An- und Ablegen sowie jegliches sonstiges Boothandling haben Bernhard, Pia und Mêlée mittlerweile komplett durchgespielt und alle Achievements und Abzeichen, die man dafür bekommen könnte, eingeheimst. Wir versuchen diese präzise Choreografie nicht zu verunstalten und die uns anvertrauten Leinen mit entsprechender Eleganz zu bedienen. Das gelingt Anfangs ok-ish, aber nach einer kleinen Feedbackrunde bei einem Anlegebier dann den Rest der Woche sehr gut. Thank god sind wir alt genug – ja, auch dass wir Bier trinken dürfen, thank god – aber auch alt genug, eine zumindest irgendwie geartete Feedbackkultur etabliert zu haben, die Probleme mit der Zeit aus dem Weg räumt.
Wo waren wir? Ah right, wir haben eine kleine Nebenmission in Rota begonnen – Missionsziel: Finde die Tapas Bar im Dorfzentrum. Easy, die Mini-Map links unten zeigt 10 Gehminuten durch ein paar kleine Gassen zum Ziel – let’s go!
Schon bald wird aber klar, dass das als Open World vermarktete Game ein bisschen getrickst hat und sich mehr und mehr schlauchig anfühlt. Schon nach wenigen Metern geht es für uns nicht mehr weiter. Eine unüberwindbare Menschenwand am Ende der Gasse. Am Ende jeder Gasse. Eine Ansammlung aus NPCs, die keine Anstalten machen uns durchzulassen. Warum? Keine Ahnung. Immer weiter fortgeschritten im Level treffen wir plötzlich auf vermummte Bösewichte (?) mit schwarzen Kutten, okkulten Gegenständen in den Händen und spitzen Hüten auf den Köpfen, die ihre Gesichter verdecken. Kein Plan wie weit der letzte Autosave zurückliegt.
Wir entscheiden uns für den langsamen aber sicheren Weg, packen unsere mêlée weapons wieder zurück ins Inventar und schleichen zurück zum Hafen, um die Osterprozession, zu der offenbar nicht nur ganz Rota, sondern auch alle umliegenden Gemeinden angereist sind, großflächig zu umgehen. Nach 2,5 Tagen In Game-Zeit gelingt uns das und wir schließen die Mission erfolgreich mit dem Erreichen der Tapasbar und dem Inhalieren unseres ersten Tinto de Verano ab. Speichern.
