Captain’s Dinner

Unsere letzte Nacht an Bord der Mêlée sollte denkbar kurz werden. Nach drei Stunden Schlaf klettern wir noch im Dunkeln zwischen aufgestellten Pölstern, der offenen Bilge, Leinen und Springs auf den Fingersteg und sprechen unsere letzten Abschiedsworte für unbestimmte Zeit. Doch spulen wir zunächst 24 Stunden zurück: Der erste Koffer ist mit Uschi und Pez„Captain’s Dinner“ weiterlesen

São Miguel: Seen und gesehen werden

Unsere letzte Überfahrt von Faial nach São Miguel beschert uns die angenehmste Welle seit langem bei wenig Wind. Zwei Drittel der 150 sm motoren wir. Erneut schaffen wir es kurz nach Sonnenaufgang an der Zollmole unserer langfristigen Destination Ponta Delgada anzulegen. Wir bekommen einen schönen geschützten Platz im östlichen Teil der Marina. Im Laufe der nächsten Stunden„São Miguel: Seen und gesehen werden“ weiterlesen

Landfall in Faial

Mit den ersten Sonnenstrahlen entern wir also das weitläufige, dicht beankerte Hafenbecken von Horta auf der Insel Faial auf den Asorresch (so in etwa spricht man das aus). AM PÄCKCHEN LIEGEN wird hier großgeschrieben. Großgeschrieben wird in diesem Fall zusammengeschrieben. Zum Einklarieren legen wir uns gleich mal als Dritter längsseits auf ein türkisches Schiff – ohne Hilfe der Nachbarn,„Landfall in Faial“ weiterlesen

Nowhere and back again

Das Startsignal trötet, es geht los. Der Start von 30 Booten in der Bucht von Saint George’s ist der spektakulärste, den wir bisher hatten. Es geht nämlich gleich nach der Startlinie durch einen engen Kanal hinaus aufs offene Meer. Als die Boote sich hindurchzwängen, kommt eine Fähre entgegen – Planungsfehler? Naja, alles gut gegangen und„Nowhere and back again“ weiterlesen

Am Grunde des Ozeans

5:45 Uhr Tagwache, wieder einmal Freizeitstress. Meine neugewonnen Tauchskills wollen erprobt werden. Die Tauchbasis, die wir auserwählen, befindet sich am ganz ganz anderen Ende der Insel. Es dauert zwar zwei Stunden, bis wir dort sind, aber mit nur einmal Umsteigen in Hamilton ist es eine recht gemütliche Anreise. Bei der Basis angekommen wird uns mitgeteilt,„Am Grunde des Ozeans“ weiterlesen

Have a bermudaful day!

🇧🇲 Steckbrief Bermuda 🇧🇲 360 Inseln & Koralleninseln, 20 davon bewohntLage: etwa 1.500 km östlich von FloridaHauptstadt: Hamilton auf Grand Bermuda IslandAmtssprache: EnglischWährung: Bermuda Dollar (= US $)Fläche: 53,4 km2Einwohner: 63.800Entdeckung: 1511Staatsform: Britisches Überseegebiet Die erwähnten 360 Inseln sind alle in so unmittelbarer Nähe zueinander gelegen und mittels Riff oder Brücken so verbunden, dass sich„Have a bermudaful day!“ weiterlesen

Im Bermudadreieck

Unsere bisher anstrengendste Überfahrt bringt uns von den nördlichen Bahamas nach Bermuda mitten durch das berüchtigte Bermudadreieck. Für alle die sich schon immer gewundert haben, wo genau das liegt: Das Dreieck erstreckt sich zwischen Bermuda, Miami und Puerto Rico. Sturm, Regen, Flaute, Kälte, Mysterien – ein bisschen von allem erwartet uns.  Unsere Route durchs Bermudadreieck„Im Bermudadreieck“ weiterlesen

I think this is starting to end

Für die Ereignisse, die sich in der thematisierten Nacht in Marsh Harbour auf Great Abaco Island abspielen, fehlen mir fast die Worte, obwohl wir uns mittlerweile als geübte Blogger bezeichnen könnten.  Leichter Südwind und Abendstimmung in der dicht beankerten Bucht – wir sind gerade fertig mit dem Abendessen. Bernhard hat uns mal wieder eine köstliche Lasagne zubereitet.„I think this is starting to end“ weiterlesen

Nördliche Bahamas

Chillen vor Russell Island Der neue Außenbordstinker bringt uns am nächsten Tag überraschend problemlos in die kleine, 1 sm entfernte Stadt Spanish Wells. In der ruhigen und beschaulichen Siedlung flitzen die Bewohner und Urlauber standardmäßig mit benzinbetriebenen Golf Buggys durch die Straßen. Schnell, langsam, zum Termin, Sightseeing, Gütertransport – alle Zwecke übernehmen die Buggys. Wir besuchen„Nördliche Bahamas“ weiterlesen

E58 – Viel Lärm um Stinki

Starkwind, kalter Regen und ein Schwell, dass es nur so stampft, das sind unsere letzten Tage in der Marina in Nassau. Da besagter Schwell aufgrund unseres für diese Bedingungen ungünstigen Liegeplatzes die ganze Nacht ohrenbetäubend gegen den flachen Heckspiegel klatscht, übersiedeln wir für zwei Tage in die Bugkabine – eine Premiere und schön zu wissen, dass„E58 – Viel Lärm um Stinki“ weiterlesen

Thunderball & lightning

Noch psychisch und manche von uns körperlich gezeichnet von den schwimmenden Schweinen drehen wir noch eine kurze Schnorchelrunde, bevor wir 1 sm weiter Richtung Süden nach Staniel Cay tuckern. Dort sollen sich nicht nur ein Supermarkt und ein Restaurant befinden, sondern auch die Thunderball Grotto – ein Originaldrehort des gleichnamigen James Bond. Aufgrund vergangener Enttäuschungen in den Bahamas dürfen„Thunderball & lightning“ weiterlesen

Schwimmende Schweine – schockierte Schnorchler

Nach dem Bezug der Mêlée zu später Stunde durch die Crew, dem erfolgreichen Einbau des neuen Kühlschrankventilators und dem notwendigen Proviantisieren am nächsten Tag sputen wir uns recht spät nach Hochwasser aus der Marina und schaffen es gerade noch so, nicht im Sand stecken zu bleiben. Den Schlag zu den nördlichen Exumas, den wir erst„Schwimmende Schweine – schockierte Schnorchler“ weiterlesen

Vice City Stories

Die Taschen gepackt, Mêlée vertäut geht es mit dem Taxi Richtung Flughafen. Öffentlichen Verkehr gibt es auf den Bahamas praktisch keinen – der würde das Taxigeschäft ruinieren, erklärt uns die ehrliche Taxlerin. Da das eigenständige Fliegen von Flugzeugen erst ab San Andreas möglich ist, steigen wir eben als Passagiere in die Maschine und lassen uns„Vice City Stories“ weiterlesen

Bilderbuchbahamas

Endspurt Richtung Nassau! Doch davor noch ein kurzer Abstecher in die Exumas. In diesem beliebte Segelrevier wollen wir in naher Zukunft noch einige Zeit verbringen. Die Inselkette startet südlich von Nassau und erstreckt sich über gut 120 sm Richtung Süden bis Great Exuma.  Eine etwas rollige Nachtfahrt bei leichtem Rückenwind führt uns als Vorgeschmack auf„Bilderbuchbahamas“ weiterlesen

Hund, Katze, Regen

Long Island sollte der zivilisierte Anlaufpunkt nach Tagen im Nirgendwo werden – Restaurants, Wifi, Supermarkt, mittwochs gratis Chicken Wings im Liquor Store etc. – aber alles nicht so einfach. Von den versprochenen Restaurants finden wir nur eines, das hat aber kein Wifi, geschweige denn gratis Essen, obwohl Mittwoch ist! Wifi finden wir dann nach 20 Minuten„Hund, Katze, Regen“ weiterlesen

Bahama Glück – Bahama Pech… Jumentos Cays

Die Jumentos Cays: Die Inselkette im Südwesten der Bahamas ist beliebt aufgrund ihrer völligen Abgeschiedenheit von der Zivilisation. Über insgesamt 70 sm erstrecken sich ca. 50 sehr kleine bis winzige Inselchen. Sie sind unbewohnt, es gibt keine Infrastruktur, keine Handymasten. Von Ragged Island, der Südspitze der Jumentos Cays, wo wir nach unserer stürmischen Überfahrt ankommen, segeln wir nach„Bahama Glück – Bahama Pech… Jumentos Cays“ weiterlesen

Lieblingsfarben & -fische

Nachdem wir von unserer Startinsel Great Inagua aufgebrochen sind, ankern wir im Hogsty Reef, einem von nur drei echten Riffatollen im Atlantik. Das hufeisenförmige Atoll wird begrenzt durch zwei Sandhaufen – einer davon mit defektem Leuchtturm. Die vorherrschende Flaute hält leider die Wellen nicht davon ab, über das Riff zu brechen und uns eine schaukelige Nacht„Lieblingsfarben & -fische“ weiterlesen

High Noon in Matthew Town

Nach 36 Stunden Motorfahrt kommt kurz vor Ankunft auf der südlichsten Bahamasinsel Great Inagua  – auch Wilder Westen der Bahamas genannt – ein Wildwestwind auf, der uns daran hindert, vor dem Port of Entry Matthew Town zu ankern. Wir wettern also die erste Nacht in einem exponierten, doch windabgewandten Riff ab. So weit entfernt vom Land im Nirgendwo haben„High Noon in Matthew Town“ weiterlesen

Gravitation

Prolog Bei einem gewöhnlichen Hochrasanztrauma, etwa bei einem Frontalzusammenstoß zweier Personenkraftwägen mit 100 km/h, wirken negativ beschleunigende Kräfte im menschlichen Körper auf verschiedene Weise. Bänder, Muskeln und Sehnen zerreißen, es zerbersten und zersplittern Knochen, Nervenstränge im zentralen Nervensystem werden irreversibel durchtrennt und nicht zuletzt werden lebensnotwendige innere Organe wie Herz, Hauptschlagader und Lunge schlichtweg durch-„Gravitation“ weiterlesen

Was weißt denn du von Lee Bay?

Rendezvous. Das ist Französisch und bedeutet, nach dem Frühstück mit dem Fernglas nervös nach einem heranbrausenden Tauchboot Ausschau zu halten. Dieses Erlebnis hatten wir zuerst vor Anker auf Norman Island, wo wir diesmal das legendäre Discoschiff Willy-T nur aus sicherer Entfernung erleben. Gekonnt legt die heute gut besetzte Royal Blue längsseits an Mêlée an und wir steigen mit unseren sieben„Was weißt denn du von Lee Bay?“ weiterlesen

Just deconnect your washing machine for extra power

Ich, in der einen Hand ein Geodreieck, in der anderen einen Apfel, kreuze lernwillig bei der Tauchbasis in Nanny Cay auf. Während ich mich hinter Jimi und Bernhard verstecke, fangen die beiden in ihrer Routine schon mal an das Tauchboot zu beladen. Meine Theorieeinheiten beschränken sich auf einen kurzen Kreuzerltest, der ein Kinderspiel sein sollte, hätte ich„Just deconnect your washing machine for extra power“ weiterlesen

Der Ti-Punch, die Gitarre & das Meer

Am Vormittag unseres ersten Tags auf den British Virgin Islands fahren wir nur ein kleines Stück Richtung Süden, um auf der Insel Virgin Gorda die berühmten Baths zu besuchen. Ein Haufen gigantischer, rundgewaschener Steinbrocken auf einem malerisch weißen Sandstrand. Wir schnorcheln an Land, klettern über Felsen und folgen einem versteckten Pfad von Bucht zu Bucht. Eine wirklich wunderschöne Szenerie,„Der Ti-Punch, die Gitarre & das Meer“ weiterlesen

Rausgeblasen aus Sint Maarten

Unsere windige Woche mit Johanna & Michi neigt sich dem Ende entgegen. Obwohl wir keine ruhige Nacht und keine malerische Schnorchelbucht gefunden haben, wirken sie zum Glück vom Segeln nicht ganz abgetan. Seit langem führen wir wieder einen fliegenden Crewwechsel durch. Kurz nach unserem umständlichen Anlegen in der Simpson Bay Marina steigt Jimi, der schon seit einer„Rausgeblasen aus Sint Maarten“ weiterlesen

Venteux, windy, winderig

Saint Martin ist kompliziert. Die kleine Insel ist zweigeteilt in den französischen Teil Saint Martin und den holländischen Teil Sint Maarten. Der holländische Teil ist aber nicht wirklich holländisch, sondern ein autonomes Land des Königreichs Niederlande. Logo. Verschiedene Amtssprachen, Währungen und Gesetze auf einer Fläche die kleiner ist als Linz – immerhin die gleiche Zeitzone.„Venteux, windy, winderig“ weiterlesen

Antigua – Urlaub bei Reich und Schön

Wir verlassen Guadeloupe also wetterbedingt spontan zwei Tage früher als geplant. Für die Etappe nach Saint Martin, wo wir endlich wieder Gäste auf unserer Mêlée begrüßen dürfen, haben wir die Wahl: – die westliche und direktere Route über Montserrat und St. Kitts & Nevis – oder die nördliche Route über Antigua & Barbuda (nicht zu„Antigua – Urlaub bei Reich und Schön“ weiterlesen

Soufflé & Bouillone

Von Basse Terre aus, der Hauptstadt Guadeloupes, wollen wir die Insel erkunden. Diesmal auf eigene Faust mit Mietwagen. Zum Glück sind wir in Frankreich und leihen einen himmelblauen Renault Twingo – etwas untermotorisiert in Anbetracht der Serpentinen mit bis zu 18 % Steigung, die uns bevorstehen. Basse Terre Aber keine Mietautos am Sonntag – und„Soufflé & Bouillone“ weiterlesen

Weiche Popos und Lungenflügel

Noch beeinträchtigt vom Rumpunsch des Vortags lassen wir Dominika in unserem Kielwasser und motoren bei vollkommener Flaute gen Norden. Spiegelglattes Wasser und eine 0,0 auf der Windanzeige – ein Anblick der sich erstmals seit dem Mittelmeer darbietet. Unser Tagesziel sind die Îlets de Saintes, eine kleine Inselgruppe, die dem französischen Guadeloupe vorgelagert ist. Wir ankern„Weiche Popos und Lungenflügel“ weiterlesen

Dominiiica!

Dominica hat mit der Dominikanischen Republik so viel gemeinsam wie Österreich mit Kängurus. Deshalb ist den Einwohnern die richtige Aussprache bzw. Betonung wichtig, nämlich wie in der Überschrift. Die Insel liegt zwischen den französischen Karibikinseln Guadeloupe im Norden und Martinique im Süden, ist ein eigenes Land und gehört dem Commonwealth of Nations an. Sie wird„Dominiiica!“ weiterlesen

Gedanken zu Unterwasser

Wildes Gewusel um 8 Uhr morgens des 5. Jänners in der Tauchbasis in Trois Îlets. Obwohl jeder irgendwas am Schiff vergisst und nochmal zurückgeht, schaffen wir es pünktlich mit dem Dingi auf dem wackeligen, öffentlichen Schwimmsteg anzulegen und mitzuwuseln. Wobei, dadurch, dass wir am Vortag schon alles anprobieren konnten läuft es für uns eigentlich ganz„Gedanken zu Unterwasser“ weiterlesen

Au revoir, Martinique

Da sind wir also wieder allein. Die Marina Z’Abricots ist ein guter Ort für unsere gewohnte Routine aus dem Mittelmeer: Putzen, einkaufen, Wäsche waschen. Dazu kommt noch das Abdichten mehrerer Stellen an Deck, an denen wir leichten Regenwassereintritt vermuten. Testen können wir unsere Arbeit bisher nicht, denn seit Andi und Benni abgereist sind, regnet es„Au revoir, Martinique“ weiterlesen

Neues Jahr – neue Abenteuer

Ein Gastbeitrag: Liebes Schiffstagebuch! Hier sind Andi und Benni! Die zweite Woche unserer Karibikreise ist angebrochen. Wir wachen am 2. Jänner bei Sonnenschein zwischen den beiden Pitons in St. Lucia auf. Das herrliche Wetter kann nur eins bedeuten – Schnorcheln! Gemeinsam tauchen wir in ein wundeschönes Riff ab und entdecken allerhand bunte Fische. Eine richtige kleine Unterwasserwelt!„Neues Jahr – neue Abenteuer“ weiterlesen

Prosit 2023

Unser Silvestertag beginnt in der Rodney Bay auf Saint Lucia mit einem ausgiebigen Sektbrunch – unter Deck, denn es regnet mal wieder. Für den restlichen Tag sollten wir allerdings von weiteren Schauern verschont bleiben und der Tisch im Salon kann eh mehr Speis und Trank tragen als der kleine Cockpittisch.  Nach dem Brunch planen wir einen dezemberlichen Strandausflug, der„Prosit 2023“ weiterlesen