Thunderball & lightning

Noch psychisch und manche von uns körperlich gezeichnet von den schwimmenden Schweinen drehen wir noch eine kurze Schnorchelrunde, bevor wir 1 sm weiter Richtung Süden nach Staniel Cay tuckern. Dort sollen sich nicht nur ein Supermarkt und ein Restaurant befinden, sondern auch die Thunderball Grotto – ein Originaldrehort des gleichnamigen James Bond. Aufgrund vergangener Enttäuschungen in den Bahamas dürfen wir gespannt sein, was davon wirklich existiert. 

Big Major Spot

Wir planen unsere Ausflüge strikt nach der Tide. Zum morgendlichen Hochwasser schaffen wir es mit ein bisschen Glück gerade noch so unsere Einkäufe zu erledigen. Es ist nämlich Karfreitag und von 10 bis 13 Uhr sind die Geschäfte zu, damit alle in die Kirche gehen können. 

Vormittägliche Erledigungen auf Staniel Cay

Zum nachmittäglichen Niederwasser besuchen wir den beliebten und aus dem gleichnamigen James Bond bekannten Schnorchelspot Thunderball Grotto – eine Höhle, die nur bei niedrigem Wasserstand ihren Eingang, oder besser Einschwimm, für Schnorchler freigibt. Davor tummeln sich bereits viele Ausflugsboote und Dinghis. Sind wir wieder in eine Touristenfalle getappt? Nein! Es ist einmalig schön und der beeindruckendste Schnorchelspot, den wir bisher bewundern durften. Wunderschönes Wasser, tausende bunte Fische bereits vor der Höhle, ein Fischkindergarten und schließlich eine imposante Grotte mit mehreren verwinkelten, ertauchbaren Nebenhöhlen. Auch ohne entsprechendem 007 – Sean Connery, der übrigens der allererste Bond war, ein richtig beeindruckender Schauplatz. 

Nachmittägliches Schnorcheln in der Thunderball Grotto, Staniel Cay

Zum abendlichen Hochwasser besuchen wir letztlich das Restaurant des nahegelegenen Yacht Clubs und genießen endlich unseren ersten Bahama Mama – wie immer in Amerika und Umgebung – aus Plastikbechern. Das Essen ist wie überall in der Karibik eh gut, aber nicht richtig gut und dafür ganz schön überteuert. Blunzenstricker, bald sind wir zurück!  

Abendliches dinieren im Staniel Cay Yacht Club

Am nächsten Tag müssen wir uns aber wieder gen Norden sputen, da es für Alice und Wolfi einen Flug ab Nassau zu erwischen gilt. Nach einer Kombi aus Segeln und Motoren kommen wir in Norman’s Cay an, um am nächsten Tag hoffentlich zum letzten Mal die 30 sm nach Nassau bei erneuter Flaute zurückzulegen.

Unser vorerst letzter Ankerplatz zwischen Riff und Rose Island, nahe Nassau, bietet uns ein wunderbares Ambiente für einen Abschlussabend mit Hotdogs und Spielen und eine Abschlussschnorchelrunde mit zwei Schildkröten am nächsten Vormittag. 

Rose Island

Beim Zufahren auf New Providence Island irritiert uns ein Dröhnen. Etwa unser Motor? Ein anderes Boot? Musik? Gewitter? Richtig ist manches davon. In ziemlicher Entfernung erspähen wir ein kleines Cargoschiff, auf dem eine ostermontägliche Riesenparty veranstaltet wird. Gleichzeitig: Donnergrollen. Am Abend sogar zwei Blitze – das erste richtige Gewitter, das wir in der Karibik erleben. 

Kurz bevor uns Alice und Wolfi verlassen, verlässt uns das schöne Wetter nun für eine ganze Weile. Sturm, Schwell und Regen begleiten die beiden aus dem Land und lassen uns mit gleich mehreren Gründen zurück, ein Tränchen zu verdrücken. 

Mittlerweise sitzen wir seit drei Tagen im Regen, organisieren dies und das, putzen jenes und sonstiges und spazieren hie und da zum nahegelegenen Starbucks. Bitte wieder die Sonne aufdrehen, oder wenigstens den Wind etwas runter – danke!    

Harbour Club Marina Nassau